, Denis Trautwein

2025 - Freiluftpsychiatrie Basel-Stadt

Sujet 2025 - Freiluftpsychiatrie Basel-Stadt Granggi sind yygspeert in dr PUK, oder au nit Z Basel isch die Gschlosseni e rise Hit Kasch ko und go, wie de witt, bim Morde haltisch di so richtig fit Behörde und Bolitigg verbraite vyyl warmi Luft Alli Rächtfertigunge befyyre die Gluft Die aine wänn hailen und hälfe, gseen numme s Gueten im Maa, ass do derbyy emool ain duur d Masche falle ka! Mir Primidoofe finde: Im Kopf granggi Mentsche gheeren alli ewägg vo dr Strooss Lägg, waisch wie läär wäär die Stadt, das wäär grandioos!

Waage: Gummizälle

Kostüm: Doggter und dr wildi Patient

Aktive: Kevin, Tino, Yannick, Züri, Fabio, Pepe, Klopfi, Hermi (L) und Denis (L)

Fasnachtsbericht, Basler Fasnacht 2025

3 Tage Fasnacht – 3 Tage mehr Verrückte als sonst? 

Als im Spätsommer 2024 das Sujet feststand war für uns Primidoofe klar, topaktuell aber auf Messersschneide bewegen wir uns dieses Jahr. Schnell war die Wagengestaltung klar. Eine Gummizelle muss her. Die in der UPK sind dann doch nicht so geräumig wie unser Wagen, also mussten wir selbst ans Werk. Nach vielen Wochenende konnten wir stolz auf unseren Wagen schauen. Die Eckpunkte:

360 verbaute Kissen

400 m Folie

Unzählbar viele Tackernadeln

Hinzu das Kostüm mit Larve, diesmal sind wir zweigeteilt unterwegs. Was bringt der beste Arzt wenn er nicht genug verrückte Patienten hat zum Versorgen hat? Die Freiluftpsychatrie Basel Stadt konnte der Öffentlichkeit präsentiert werden, oder wird sie das nicht dauernd? Mit grosser Anerkennung aber auch einer Portion Kritik haben wir Sujet, Kostüm, Larve und, diesmal medial aufbereitet, den Wagenbau an der Vernissage präsentiert. Fasnacht 2025 wir sind parat.

Nach der Vorbereitung des Kellers ging es am Montag früh los. Pünktlich finden  sich alle Aktiven ein, um den Keller zu öffnen und die ersten Gäste ab 3 in der Früh willkommen zu heissen. „Morgestraich, Vorwärts Marsch“ 

Nach kurzem Genuss der andächtigen Stille und dem darauffolgenden Start ging es auch in der Martinsgass nicht mehr ruhig zu. Die Cliquen strömten durch die Stadt und der Keller füllte sich umso schneller. Heisse und kalte Getränke gingen schneller über den Tresen wie man Käse und Zwiebelwaihe sagen konnte. Nach intensiven Stunden im Keller, der am Morgen ausschliesslich von uns Aktiven betrieben wird, konnten wir pünktlich um sieben am Morgen schliessen. Jetzt hiess es Kräfte sammeln

Nach kurzer Ruhe ging es ab 10 Uhr wieder los, Wagen packen und Einstimmung auf die Fasnacht. Hier ein riesengrosses Danke an Minu, welcher uns vor Abfahrt im Kleinbasel mit bestem Speis und Trank empfang, aber Moment….eine Sache durfte natürlich nicht vergessen werden. Es stand die Bekanntgabe Lehrlingsaufgabe für dieses Jahr an. Bepackt mit etlichen Filzanhängern mit fasnächtlichen und anderen Begriffen war uns schnell klar. Dies wird eine besondere Sammelaktion, welche nicht ohne Hilfe zu meistern war. Zwischen Lehrlingen und Alte Segg wurden also schnell getuschelt wer was wo noch beisteuern kann. Dem Rest werden die kommenden Stunden bringen…. Gut gestärkt hiess es kurze Zeit später Larve auf und die Gummizelle samt Bewohnern setzte sich bei bestem Wetter in Bewegung. Durchs Kleinbasel, bei geänderter Routenführung nicht immer zur vollsten Zufriedenheit, bis zum ersten Wagenhalt am Klingeli. Nach kurzer Verschnaufpause war das nächste Ziel der grosse Wagenhalt am Spiegelhof, wo wir von Familie, Bekannten und Freunde der Clique schon erwartet wurden. Auch in dieser Pause verflog die Zeit und nach guten Gesprächen und dem ein oder anderen Glas Wein setzten wir uns für diesen Tag zum letzten Mal in Bewegung durch die Massen bis wir den Cortege am Aeschenplatz beendeten. Nachdem der Wagen vom ersten groben Räppliinferno gereinigt war, ging es wieder zurück zum Wagenplatz in der Messehalle. Den Abend konnten wir Aktiven gemeinsam im Cliquenkeller, in der Stadt und vor allem beim Nachtessen im Prima geniessen. Nach einigen Duubeschiss und Fröschli klang der Abend aus, die Einen konnten direkt nach Haus, die anderen halfen noch bei der Schliessung des Kellers. Jetzt hiess es, sich für die nächsten Tage zu stärken.

Am Dienstag ging es ab halb 2 wieder los, diesmal im Stammkostüm, was aber nicht heissen soll, dass sich weniger Verrückte in der Stadt oder aber unter den Larven tummeln. Treffpunkt in der Spiegelgasse mit einem freudigen Wiedersehen von Freunden und Familie. Es stand zudem eine Premiere an. Die Binggis zusammen mit den Begleitungen waren in den schönsten Cliquenfarben unterwegs, passend zum Stammkostüm. Wir finden das ganz und gar nicht verrückt und freuen uns, dass wir so unsere Gemeinschaft auch beim Gässele ausdrücken können.

Am Nachmittag teilte sich die Clique. Unser Juwel, der Keller, musste wieder aufgesperrt werden während die Binggis mit dem Familien noch ein wenig Zeit zusammen verbringen konnten. Nachdem der Keller sehr prominent in Presse und Radio platziert wurde, vielen Dank an dieser Stelle nochmals, konnten wir uns vor Andrang kaum retten. Kurze Zeit nach Öffnung stand der Hof mit Wartenden voll. Bängg und Guggen mussten sich ebenfalls gedulden. Das Warten wurde jedoch durch Getränke und dem ein oder anderen spontanen Guggenkonzert massgeblich vekürzt. So verlief auch unser zweiter Tag und Abend mehr als erfolgreich und wir konnten gegen 2 am Morgen den Keller schliessen. 

Auf zum letzten Streich ging es am Mittwoch pünktlich um 10 Uhr in der Messehalle. Die intensive Zeit der letzten Tage war vereinzelt zu erkennen, aber nach einer guten Stärkung ging es wieder los. Wagen richten, ab zum Wettsteinplatz, yystoh und los geht’s. Das Spitzenwetter vom Montag wollte sich jedoch nicht nochmal wiederholen, daher gings, auch aufgrund der Routenänderung, recht schnell durchs Kleinbasel Richtung Klingeli. Hier machte sich Pepe durchaus einen guten Namen als Interviewgast im Livestream von Tele Basel, während wir Lehrlinge die gewonnene Zeit nutzten um weiterhin unsere Gegenstände zu sammeln. Nach erfolgter PK ging es wieder los durchs Kleinbasel über die mittlere Brücke bis zum grossen Wagenhalt am Spiegelhof. Hier wurden Familie, Freunde und Bekannte wieder gut verpflegt und die Lehrlingen verschwanden ab und an und kamen mit gefüllten Tüten zurück. Es kann nur soviel gesagt werden, es war nur noch weniger Filzanhänger übrig. Zum letzten Mal in diesem Jahr setzte sich der weisse Punkt unter den Wagen in Bewegung. Über den Marktplatz, Barfi bis zum Aeschenplatz, wo wir wie auch schon am Montag den Cortège beendeten. Im Anschluss ging es daran den Wagen grob zu reinigen und wieder an den Bauplatz nach Dornach zu bringen. 

Gemeinsam trafen wir uns wieder zum Nachtessen im Prima. Hier stand der letzte Teil der Aufnahmeprüfung an, welche sich für den ein oder anderen doch länger in den Abend zog als ursprünglich angedacht. Nach einem schönen gemeinsamen Essen und anschliessendem Verdauungsspaziergang in Richtung Cliquenkeller konnten wir auf eine schöne Fasnacht 2025 zurückblicken. Wir konnten bei gemeinsamen Öpfele die Lehrlingsaufgabe präsentieren und somit die Aufgaben allesamt zur Begeisterung aller abschliessen. 

Nach dem Erleben des Endstraichs am Rümelinsplatz war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Adieu Fasnacht 2025, Adieu verrückte Primidoofe – aber auch willkommen Fasnacht 2026 – wir freuen uns drauf.